Transformativen Neubetrachtung der Ideengeschichte
Der Workshop untersucht normative Praktiken und ihre Kritik, z.B. anhand der deutschen Erinnerungskultur und postkolonialer Perspektiven. Auf Grundlage ausgewählter Texte dreht sich die Diskussion um die narrative Verankerung von Erinnerung und die darin angelegten Möglichkeiten von Kritik und Wandel. Wie gründen Ansätze zu einer normativen Neuorientierung in den gängigen Wertungen des Vergangenen? Wie projizieren sich gemeinschaftsstiftende Erzählungen in die Entwürfe zukünftiger Gemeinschaft? Was geschieht in diesem Prozess mit dem Verdrängten des Vergangenen z.B. mit Blick auf die koloniale Prägung der französischen Theorie? Mit Blick auf gesellschaftliche Veränderung nimmt der Workshop auch die Bedeutung von Migration in den Blick – und damit die ausbeuterischen Hintergründe von normativen Ordnungen.
Mit Onur Erdur (Europa-Universität Flensburg).